Swissport-MitarbeiterInnen in Genf wehren sich gegen Lohneinbussen

Von: Jamshid Pouranpir / Tanja Lantz

Am 12. Januar versammelten sich mehr als 200 Swissport-Angestellte im Terminal T2 des Flughafens Genf, um die inakzeptable, massive und einseitige Verschlechterung ihrer Arbeitsbedingungen durch den Arbeitgeber anzuprangern.

Unsere Sektion SSP Trafic aérien und der SEV begrüßen diese starke Mobilisierung. Das versammelte Personal hat dafür gestimmt, der Swissport-Geschäftsleitung ein Ultimatum zu stellen. Wir fordern dass Swissport erneut den Swissport-GAV mit der Belegschaft verhandelt.

Seit dem 1. Oktober 2020 sind die Swissport-Mitarbeitenden in Genf nicht mehr durch einen Gesamtarbeitsvertrag geschützt. Trotz den Empfehlungen der Chambre des relations collectives de travail (CRCT, zivile Schlichtungsinstanz bei kollektiven Streitigkeiten), die für das Aushandeln eines GAVs und eines Sozialplanes plädieren, weigert sich die Geschäftsleitung dies umzusetzen.

Die neuen Arbeitsbedingungen (Arbeitszeit, Flexibilität und Löhne), die einseitig durch neue Low-End-Verträge, die bis zum 28. Januar unterzeichnet werden sollen, auferlegt wurden, sind so stark nach unten korrigiert worden, dass sie die Empörung der Arbeitnehmer hervorgerufen haben.

Sie sind so nicht hinnehmbar. Wir werden weiterhin gegen diesen massiven Abbau protestieren.

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